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Taurin

Taurin ist eine organische Verbindung, die in vielen tierischen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommt, insbesondere in Fleisch, Fisch und bestimmten Milchprodukten.
Chemisch zählt Taurin zu den sogenannten Beta-Aminosulfonsäuren und wird häufig vereinfacht als Aminosäure bezeichnet, obwohl es sich in seiner Struktur leicht von klassischen Aminosäuren unterscheidet.

Entdeckt wurde Taurin erstmals in der Galle von Rindern – daher leitet sich auch sein Name vom lateinischen Wort Taurus (Stier) ab.
Im Organismus übernimmt Taurin eine Vielzahl wichtiger Aufgaben und ist an zahlreichen biologischen Prozessen beteiligt. Eine zentrale Funktion ist die Mitwirkung bei der Bildung von Gallensäuren, die für die Fettverdauung unverzichtbar sind. Darüber hinaus trägt Taurin zur Stabilisierung von Zellmembranen bei und unterstützt die normale Funktion von Zellen. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts sowie des Elektrolytgleichgewichts im Körper. Auch für das Nervensystem und die Muskelfunktion kann Taurin von Bedeutung sein.

Taurin kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor, pflanzliche Lebensmittel enthalten es hingegen kaum oder gar nicht.

Besonders taurinhaltige Nahrungsquellen sind:

Herz: Herzgewebe, insbesondere von Rindern oder Geflügel, weist sehr hohe Taurinkonzentrationen auf. Es gehört zu den besten natürlichen Quellen und wird daher häufig in der Tierernährung verwendet.

Leber: Auch die Leber, vor allem vom Rind, enthält beachtliche Mengen Taurin. Zusätzlich liefert sie wichtige Nährstoffe wie Vitamin A, Eisen, sowie verschiedene B-Vitamine.

Muskelfleisch: Mageres Fleisch von Rind, Huhn oder anderem Geflügel enthält ebenfalls Taurin, wenn auch in geringerer Konzentration als Herz oder Leber.

Fisch und Meeresfrüchte: Diese gelten ebenfalls als gute Taurinlieferanten, wobei der Gehalt je nach Art und Lebensbedingungen der Tiere variieren kann.
Bedeutung für bestimmte Tierarten

Während viele Tiere Taurin in gewissem Umfang selbst aus anderen Aminosäuren bilden können, gilt dies nicht für alle Arten. Besonders Katzen und Frettchen sind darauf angewiesen, Taurin über die Nahrung aufzunehmen, da ihr Körper es nicht ausreichend selbst synthetisieren kann.

Aus diesem Grund zählt Taurin bei ihnen zu den essenziellen Nährstoffen

Ein Mangel kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Dazu gehören unter anderem Herzprobleme, wie eine sogenannte dilatative Kardiomyopathie, sowie Beeinträchtigungen des Sehvermögens, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können.

  • Auch Fortpflanzungsstörungen oder ein -geschwächtes Immunsystem können mit einem Taurinmangel in Zusammenhang stehen.

Worauf man achten sollte

Gerade bei der Fütterung von Katzen und Frettchen ist es wichtig, auf eine ausreichende Taurinzufuhr zu achten. Hochwertiges Fertigfutter enthält in der Regel zugesetztes Taurin, da es während der Verarbeitung teilweise verloren gehen kann.
Beim Kauf sollte daher immer überprüft werden, ob Taurin in der Zusammensetzung aufgeführt ist.